Das stARTcamp Münster 2015 in Bildern und Blogs

Am 28. März 2015 fand das zweite stARTcamp Münster statt. Wir waren ausverkauft und der Tag mit 100 Teilnehmern ein voller Erfolg. Wieder gab es zahlreiche Sessions für Einsteiger und Profis, die sich für den Kulturbereich im Social Web behaupten müssen. In der Woche nachdem stARTcamp sind bereits einige Blogbeiträge von Teilnehmern erschienen, die wir an dieser Stelle sammeln.

Christian Henner-Fehr / kulturmanager.wordpress.com / Wien

Anke von Heyl / www.kulturtussi.de / Köln

Wera Wecker / kulturundkunst.wordpress.com / Hamburg

Antje Diener-Staeckling / LWL-Archivamt / Münster

Den ganzen Tag hat Steffi Koch fotografisch für uns eingefangen. Alle Bilder dürfen im Zusammenhang mit dem stARTcamp Münster kostenfrei verwendet werden. Bitte vergesst bei Verwendung nicht die Angabe der Fotografin. Vielen Dank!
Falls jemand für seine Berichterstattung druckfähige Fotos braucht, schickt uns bitte eine Mail.

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Wie das Netz die Kunst befreit – Gastbeitrag von Dr. Christian Gries

Man kann wohl trefflich darüber streiten, ob es wirklich eine „Befreiung“ ist, die das Zusammentreffen vermeintlicher Hochkultur und dem digitalen Raum markiert. Je nach Position lassen sich ausführlich Argumente finden, ob es sich um eine Rettung oder Erlösung, eine Gefangennahme, Trivialisierung oder Egalisierung handelt. Auf allen Ebenen der vermeintlichen Hochkultur wird gestritten, – in der Wissenschaft, im Theater oder Museum, in der Bibliothek und im Archiv. Wo also verändert das Internet die Kunst? Wo verändert das Netz das Publikum, bzw. auch die Art und Weise, wie wir mit der Kultur umgehen? Ob die Kunst überhaupt befreit werden möchte? Und wer befreit sie eigentlich und wovon?

Die Hochkultur ist längst im Netz angekommen
In der Hochkultur ist das Netz längst angekommen. Kaum eine Kultureinrichtung, die keine Website hat und die Bedeutung des Digitalen (wenigstens ansatzweise) einzuordnen weiß. Auch wenn diese Einordnung gerade in Deutschland vielfach einer deutlich konservativen Wahrnehmung folgt, viel zu wenig Worte, Offenbarungen und formulierte Visionen hat und die Institutionen überwiegend wenig Bereitschaft zu Aufbruch oder Experiment zeigen (wir reden auch vom „Biedermeier des 21. Jahrhunderts“), so ist doch eine Veränderung festzustellen, die auch nach Jahren noch als Paradigmenwechsel markiert wird. Und wenn wir mit dem Begriff der „Befreiung“ zunächst vorsichtig sein wollen, so können wir doch zumindest von einer deutlichen „Bewegung“ sprechen. Diese löst das Kulturgut, also Museumsexponate, das gesprochene Wort oder die Musik aus der tradierten Umklammerung klassischer Strukturen und führt sie in neue Situationen. Impulsgeber dieser Bewegung sind zuweilen die Kreativen, meist aber das Publikum selbst, das sich in neue Räume bewegt und mit eigenen Handlungsmustern und Inszenierungen um das Kulturgut experimentiert.

Obrist

Künstler und Kuratoren auf Instagram und Twitter
Auf der einen Seite sind es die Künstler selbst, die sich über das Digitale neu inszenieren und den kreativen Output, auch in den sozialen Medien, fortschreiben. Eine Bewegung die meines Erachtens dem Aufbruch der Künstler aus den geschlossenen Ateliers in die Freilichtmalerei zu Beginn des 19.Jahrhunderts durchaus vergleichbar ist. Und wer die Kampagnen von Ai Weiwei, die wunderschönen Lichtmanifestationen von Olafur Eliasson, die Portraitserien von Richard Prince, die tropfende Ironie in den Postings von David Shrigley oder die Handwriting-Kampagne von Hans-Ulrich Obrist auf Plattformen wie Twitter oder Instagram betrachtet, wird sich bewusst, dass das Digitale in das künstlerischen Gesamtwerk der Urheber hineingewachsen ist.

rembrandtsreise

Die Befreiung durch das Publikum
Auf der anderen Seite ist es aber auch das Publikum, das sich zuweilen neue, eigene Ansätze und Inszenierungen im Umgang mit der Kultur sucht. Wenn die Menschen „digital durchs Museum schlendern“ eröffnen sich neue Zusammenhänge und Ansätze, werden neue Veranstaltungsformate geboren und Konditionen des Betrachtens und Rezipierens verändert. Am radikalsten erscheint mir derzeit aber ein Vorgang, wie ihn die Pinakotheken in München 2014 mit „Rembrandt Reise“ auslösten: dort wurden das Kunstwerk als Kopie komplett aus dem Museum befreit und an das Publikum übergeben. Der Vorgang portierte ein Selfie von Rembrandt aus dem Jahr 1629 in die Gegenwart des 21.Jahrhundert. Und die Menschen haben das Portrait aufgenommen und in ihren Alltag, ihre Reisen und Erlebnisse eintreten lassen. Ein unerhörter und grandioser Vorgang. Mehr „social“ geht eigentlich nicht. Das möchte ich auf dem stARTcamp in Münster markieren.

Dr. Christian Gries, München 2014

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Das stARTcamp 2015

Die ersten Tickets sind verkauft, das Programm steht. Das Grundkonzept ist geblieben, wird aber durch einige Neuerungen ergänzt. Dieses Jahr sind wir Teil der Kulturakademie Münsterland, die vom Kulturbüro  organisiert wird, dass sich für die Weiterbildung von Kulturschaffenden einsetzt. Darüber hinaus vernetzen wir uns mit dem stARTcamp München und freuen uns in diesem Zusammenhang besonders auf den Vortrag von Dr. Christian Gries.

Thematisch möchten wir uns 2015 mit digitalen Strategien für den Kulturbereich beschäftigen. Wie findet man als Institution die passende Strategien? Welche Plattformen lassen sich ideal miteinander kombinieren? Wie kann ich neue Zielgruppen erschließen? Wie Sessions im Einzelnen aussehen liegt dabei “barcamp-klassisch” wie immer in den Händen der Teilnehmer, die morgens über die vorgeschlagenen Inhalte abstimmen.

Der zeitliche Ablauf des #scms15:

9.00 Eintreffen der Teilnehmer / Kaffee

9.15 Begrüßung / Vorstellungsrunde (Vorstellung aller Teilnehmer durch 3 Hashtags, Sessionvorschläge und Abstimmung über das Tagesprogramm)

10.15 Präsentation des Sessionzeitplans

10.30 1. Sessionrunde (45 min. Dauer. 3-4 Sessions gleichzeitig)

11.20 2. Sessionrunde

12.05 Mittagspause (Für Verpflegung ist gesorgt ;-))

13.00 Keynote von Dr. Christian Gries

14.00 3.Sessionrunde

14.45 Kaffeepause

15.15 4.Session

16.00 Abschluss-Session

 

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Münster meets München – zwei stARTcamps vernetzen sich

Wir freuen uns für unsere zweite Runde 2015 ein erweitertes stARTcamp-Konzept präsentieren zu können. Zusammen mit den Kulturkonsorten aus München vernetzen wir die erfolgreichen Camps #scms15 und #scmuc15.

Wir starten am 28. März in Münster: Hier wird es neben den Sessions eine Keynote von Dr.Christian Gries geben. Der Kunsthistoriker ist für sein Vorträge und Workshops im Bereich Museum 2.0 bekannt und hat mit den Kulturkonsorten u.a. Aktionen wie #myrembrandt umgesetzt. Nach dem Vortrag gibt es natürlich auch noch Zeit für Fragen und eine Diskussion.

Thematisch werden wir uns 2015 mit digitalen Strategien für den Kulturbereich  beschäftigen. Wie findet man als Institution die passende Strategien? Welche Plattformen lassen sich ideal miteinander kombinieren? Wie kann ich neue Zielgruppen erschließen? Da wir nicht nur das stARTcamp-Jahr eröffnen, sondern eine Brücke nach München schlagen wollen, wird es dort am 25. April ebenfalls einen besonderen Programmpunkt geben. Das stARTcamp München wird mit dem Motto “digitales.weiter.denken” im Literaturhaus stattfinden. Dazu demnächst mehr bei den Kulturkonsorten.

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Et Voila! Die Fotos sind da…

Vielen Dank an unsere Fotografin Steffi Koch.

Alle Bilder dürfen gerne für Blogbeiträge und Artikel zum #scms14 benutzt werden. Wir freuen uns auf Eure Eindrücke. Bitte die Nennung der Fotografin nicht vergessen!

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Blogbeiträge zum #scms14

Sie sind da! Die ersten Berichte der Teilnehmer vom ersten #stARTcamp Münster. Wir werden die Liste nach und nach vervollständigen. Von uns als Veranstalter kommt natürlich auch noch ein Nachbericht, sobald wir die Fotos haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Tanja Neumann / http://www.museumstraum.de / Erlensee

Kristin Oswald / http://kristinoswald.hypotheses.org / Weimar

Claudia Wagner / http://www.claudiaplaudert.de / Augsburg

Steffen Peschel / www. konzeptfreun.de / Dresden

Anke von Heyl / Teil I / Teil II / http://www.kultureventbuero.de / Frechen

Sandra Vacca / http://www.virtuelles-migrationsmuseum.org / Köln

Judith Frey /  www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Landesmuseum-Muenster/Blog / Münster

Michelle van der Veen / museumsglueck.wordpress.com / Münster

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Das war die Premiere vom stARTcamp Münster

Wir haben als ersten Schritt zur Dokumentation ein Storify
von der Premiere des stARTcamp Münster angelegt. Mit mehr als 1000 Tweets mit dem Hashtag #scms14 waren wir gestern unter den Twitter Trends in Deutschland!
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, Partnern und Sponsoren für den gelungenen Tag!

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